Immer mehr Frauen wünschen sich eine Selbstbestimmte, natürliche Geburt, zu Hause oder auch im Krankenhaus. In den USA sind Doulas seit vielen Jahren in der Geburtsbegleitung etabliert und auch in der Schweiz und in Österreich haben seit einigen Jahren geburtserfahrene Frauen damit begonnen, diese Form der persönlichen Begleitung von der Schwangerschaft über die Geburt bis zum Wochenbett für Frauen und Paare anzubieten. Seit einiger Zeit gibt es eine Ausbildung zur Doula, auch in Deutschland, die den Kursteilnehmerinnen spezielles und in Vergessenheit geratenes Wissen rund um die Geburt vermittelt.
Doula kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet Begleiterin/ Dienerin der Frau.
Die Arbeit der heutigen Doula ist aus einem historisch gewachsenen Kontext herausgegriffen. Die Ursprünge der Menschheit lassen uns zurückblicken in eine Zeit, in der die Frau als heilig galt: sie brachte das Leben in die Welt. Es blieb dem Mann verborgen, wie all dies geschehen konnte. Zu groß war das Wunder und ist es bis heute geblieben.
Ursprünglich war es selbstverständlich, dass wir Frauen uns bei diesem kraftvollen Ereignis gegenseitig unterstützten. Verschiedene Traditionen beschreiben das Bild einer Geburt mit mindestens drei Frauen: die Gebärende, die Hebamme und eine Doula. Andere Traditionen verweisen auf sogar noch mehr Frauen. Bei Überlieferungen von Indianern wird vom Gebären im Kreis von Frauen oder vom Geburtszelt/Geburtshütte erzählt.
Die Arbeit der heutigen Doula ist aus einem historisch gewachsenen Kontext herausgegriffen. Die Ursprünge der Menschheit lassen uns zurückblicken in eine Zeit, in der die Frau als heilig galt: sie brachte das Leben in die Welt. Es blieb dem Mann verborgen, wie all dies geschehen konnte. Zu groß war das Wunder und ist es bis heute geblieben.
Ursprünglich war es selbstverständlich, dass wir Frauen uns bei diesem kraftvollen Ereignis gegenseitig unterstützten. Verschiedene Traditionen beschreiben das Bild einer Geburt mit mindestens drei Frauen: die Gebärende, die Hebamme und eine Doula. Andere Traditionen verweisen auf sogar noch mehr Frauen. Bei Überlieferungen von Indianern wird vom Gebären im Kreis von Frauen oder vom Geburtszelt/Geburtshütte erzählt.
Heute beschreibt der Begriff Doula eine geburtserfahrene Frau, die selbst Kinder geboren hat und eine schwangere Frau (werdende Eltern) kontinuierlich während der Geburt und in den Wochen danach begleitet.Zwischen den verschiedenen Personen des Geburtsgeschehens, ist die Doula das Bindeglied. Sie stellt keine medizinische Hilfe dar. Sie ersetzt keine Hebamme und keinen Arzt.
Die Studien von Klaus und Kenell wiesen nach, dass durch die Unterstützung einer Doula das Risiko eines Kaiserschnitts halbiert wird, ebenso sinkt das Risiko einer Saugglocken- oder Zangengeburt. Sie fanden heraus, dass die Anwesenheit einer Doula die Wehendauer verkürzt, da bei der Gebärenden Stress, Angst und Schmerzen enorm reduziert werden. In Folge der liebevollen und unterstützenden Begleitung einer Doula nimmt der Einsatz von Schmerzmitteln um ein Drittel und die Nachfrage einer PDA um 60 % ab (Quelle: Studien von Dr. Klaus und Prof. Kenell, veröffentlicht u.a. in „Doula- der neue Weg der Geburtsbegleitung“).
Vor der Geburt lernen sich die Doula und die werdende Mutter, und auch der Vater, kennen und können alle offenen Fragen, Wünsche und Ängste miteinander besprechen. Nach einigen Treffen ist ein Vertrauensverhältnis zwischen Doula und der werdenden Mutter entstanden, das sich positiv auf den Geburtsverlauf auswirken wird. Die Doula steht der Gebärenden während der gesamten Geburtsdauer bei, stärkt sie emotional und ermutigt sie, sich vertrauensvoll auf das natürliche Geburtsgeschehen einzulassen und dieses aktiv mitzugestalten.
Während der Geburt ist die Doula nur für die Gebärende da, unterstützt sie mit Massagen und bietet verschiedene Hilfestellungen an. Sie ist um eine wohlige, geschützte und möglichst private Atmosphäre am Geburtsort bemüht, damit sich die Frau unter den Wehen optimal entspannen, öffnen und loslassen kann.
Wenn der Vater bei der Geburt dabei sein möchte, fragen Sie sich vielleicht, ob man trotzdem eine Doula engagieren sollte. Die Antwort lautet „JA“! Väter haben oft große Angst um ihre Frau und fühlen sich hilflos und überfordert. Oder sie brauen bei langer Geburtsdauer einfach mal eine Pause und wissen, dass ihrer Frau weiterhin eine vertraute, geburtserfahrene Person beisteht. Der beruhigende Einfluss einer Doula auf den Vater ist ebenso stark wie auf die Gebärende. Aus Erfahrungsberichten geht hervor, dass Männer sehr dankbar über die Anwesenheit einer Doula waren, weil sie sich durch sie entlastet fühlten und sich leichter auf dieses überwältigende Ereignis Geburt einlassen konnten. Eine Doula ist ein vertrautes Gesicht und wahrt die Intimität der werdenden Eltern.
Nach der Geburt des Babys zieht sich die Doula zurück und sorgt für einen möglichst geschützten Bereich, in dem die Mutter und der Vater in Ruhe ihr Baby begrüßen und intensiv Kontakt aufnehmen können.
Bei Nachtreffen wird ausführlich über das Geburtserlebnis gesprochen. Dies dient der Verarbeitung und ermöglicht einen bewussten Übergang in eine neue Lebensphase von Frau zur Mutter. Die Eltern erhalten in Briefform einen persönlichen Bericht über die Geburt ihres Kindes aus der Sicht der Doula.
Geschrieben von Melanie Schöne - Doula und Ausbildungsleiterin
Vielen Dank Melanie für diesen tollen Text und die tolle Beschreibung über unsere wundervolle Arbeit!***
